Mit ca. 1.700 Einwohnern
ist Neuhütten der
einwohnerstärkste
Ort des Modellprojekts. Der Teilort ist ein Wohnort, dessen
Kern durch die Landwirtschaft geprägt wurde, obwohl sie
heute kaum noch eine wirtschaftliche Bedeutung hat. Die rasante
Siedlungsentwicklung zwischen 1950 und dem Jahr 2000 wurde
bestimmt durch niedere Baupreise, durch die Erholungsqualität
des Ortes und durch die Lage im Raum. In Zukunft rechnet die
Gemeinde mit weiterer Baulandnachfrage.
Durch Überalterung
der Bevölkerung im Ortskern, durch
den erhöhten Leerstand (ca. 8 – 10 % der Gebäude),
durch die schlechte Bausubstanz und ein unattraktives Wohnumfeld,
sowie durch den sich abzeichnenden Qualitätsverlust in
der Grundversorgung, entsteht ein negatives Image für
den Ort und insbesondere für das Wohnen im Ortskern. Bei
ca. 70 % der Gebäude im Ortskern besteht Sanierungsbedarf
oder Gebäude sind abzubrechen um Platz zu schaffen für
Neubauten.
Mit ca. 40 Beratungen von privaten Eigentümern wurden
ca. 25 % der Wohngebäude erfasst.
Mit Maßnahmen
der Instandsetzung und Modernisierung von Wohngebäuden,
Aktivierung vorhandener leerstehender Bausubstanz durch Abbruch
oder Verkauf, Baulückenbebauung mit Wohn-
und Geschäftsgebäuden, sowie durch entsprechende
Verbesserung der Wohnumfeldqualität wird der Ortskern
gestärkt und aktiviert. Durch die vorgegebenen Maßnahmen
können ca. 4 – 6
ha Bauland im Außenbereich eingespart werden.
|