Das Dilemma der Gemeinden |
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Im Hinblick auf die demographische Entwicklung entsteht für die Gemeinden ein Dilemma: Die Zahl der Leerstände wird zunehmen, der Flächenbedarf in Neubaugebieten abnehmen. Ein zu weit gespanntes Infrastrukturnetz und unverkäufliches Bauland könnten die Folge sein. „Je nach der Lage im Einzelfall kann dies auch negative finanzielle Folgen haben“, so die Einschätzung von Prof. Wolfgang Hafner von Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Kehl.
Während die Bebauung innerörtlicher Lücken und die Nachverdichtung im Bestand in der Regel keine zusätzlichen Investitionen in die öffentliche Infrastruktur bedürfen, erfordere das Ausweisen neuer Baugebiete dass die Gemeinde Investitionsausgaben vorhält. „Ob sich die Erschließung eines Baugebiets für den Kommunalhaushalt positiv oder negativ auswirkt, hängt vor allem ab vom Zeitraum der Kapitalbindung zwischen Baubeginn und Verkauf der Grundstücke.“
Grundsätzlich könne davon ausgegangen werden, „dass die finanziellen Ressourcen das Schicksal der natürlichen Ressourcen teilen.“ (Quelle: Prof. Wolfgang Hafner, Hochschule für Öffentliche Verwaltung Kehl: „Einfluss der demographischen Entwicklung auf die Gemeindefinanzen“, Vortrag am 14. Juni 2006 beim MELAP-Werkstatt-Tag im "Treffpunkt Baden-Württemberg" auf der Landesgartenschau Heidenheim.)
Zudem führt schon heute der Unterhalt des weiter wachsenden Straßen- und Leitungsnetzes bei abnehmender Anliegerzahl bei vielen Gemeinden zu einer zunehmenden Belastung der kommunalen Haushalte. >> Anreize zum Flächensparen |